Ziele von SECOS

Die Küstenregion unterliegt einer intensiven Nutzung durch kommerzielle und nicht kommerzielle Ansprüche durch verschiedene Interessengruppen. Im Bereich der Ostsee wird der Eintrag von Schadstoffen und Nährstoffen sowohl natürlicher als auch anthropogener Herkunft aus den angrenzenden Gebieten zunächst gebündelt entweder durch Prozesse umgesetzt oder gelagert. Auf diese biogeochemischen Prozesse haben verschiedene Funktionseinheiten im Sediment und in der Sediment-Wasser Grenzschicht Einfluss.

SECOS wird die Verteilung und Größenordnung der sedimentären Ökosystemleistungen für den Bereich der deutschen Ostsee kartieren und prognostisch modellieren und ein Ansatz zur monetären Bewertung der ökosystemaren Dienstleistungen der Sedimente erarbeiten. Hierbei werden Methoden und Ansätze aus den marinen Bereichen der Chemie, Geologie, Physik und Biologie, sowie der Umweltökonomie genutzt und miteinander verknüpft.

Ein Ziel des Projektes ist unter Einbeziehung der Anwender und Nutzer (Ämter und Behörden) durch Entwicklung von Managementtools für marine Küstensysteme eine Grundlage für nachhaltiges Küstenzonenmanagement und für die Umsetzung von Richtlinien z. B. WRRL, MSRL, BSAP zu schaffen.

Im Einzelnen lassen sich die Ziele in vier Vorhaben unterteilen:

1. Kartierung der Ostsee im Bereich der deutschen AWZ nach einer strukturellen und funktionellen Typologie der Sedimente.

2. Abschätzung der Funktionen und Leistungen der Schlüssel-Sedimenttypen

3. Modellierung der Interaktionen der Sedimentkomponenten und Entwicklung von Szenarien zur Abschätzung der zukünftigen Entwicklung der Sedimentleistung

4. Bewertung der Leistung der Sedimenten und Bestimmung von Indikatoren und Deskriptoren der funktionellen Eigenschaften

Poster als Kurzvorstellung von SECOS

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